Solides Kerngeschäft und einmalige Sondereffekte

24. März 2014

Ein Übergangsjahr für die Liechtensteinische Post AG

Die Liechtensteinische Post AG hat sich unter den anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2013 erfreulich entwickelt. Das Ergebnis im operativen Kerngeschäft ist positiv, einmalige Sondereffekte und gesteigerte Investitionen trüben jedoch die Gesamtbilanz.

Das 14. Geschäftsjahr schloss mit einem Betriebsertrag von 56.3 Mio. CHF ab. Dabei ist das finanzielle Ergebnis im operativen Kerngeschäft positiv, das sich neu sich im Aufbau befindende strategischen Geschäftsfeld eServices hingegen noch unter den Erwartungen. Ebenso mussten Rückstellungen für die Pensionskassen-Sanierung vorgenommen werden. So liegt das Jahresergebnis beeinflusst um einmalige Sondereffekte bei minus CHF 16.1 Mio.

Verwaltungsratspräsident Bruno Güntensperger erklärte am Montag vor den Medien, dass im Kerngeschäft ein solides Ergebnis erzielt wurde. Allerdings konnten die Ergebnisbeiträge aus dem elektronischen Geschäft nicht so schnell geschaffen werden wie ursprünglich angenommen. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld der Liechtensteinischen Post AG verändert sich nach wie vor stark. So befindet sich die Post AG an der Schwelle zur elektronischen Post und damit in einem herausfordernden Transformationsprozess. In den vergangenen 14 Jahren entwickelte sich die Post zum innovativen, kunden- und leistungsorientierten Unternehmen, das sich bis heute im hart umkämpften Wettbewerb erfolgreich durchsetzen kann. Der  Auftrag, die gesetzliche Grundversorgung („service public“) in hoher Qualität zu erbringen, wurde klar erfüllt.

Laut Bruno Güntensperger liegt der Betriebsertrag mit CHF 56.3 Mio. auf Vorjahresniveau. Das finanzielle Ergebnis wird durch die einmalige Rückstellung für die Ausfinanzierung der Pensionskasse in Höhe von CHF 14.1 Mio. sowie zusätzliche Ausgaben für die Integration und Fusion der Tochtergesellschaften von rund CHF 2.0 Mio. getrübt. In Anbetracht dieser einmaligen Sondereffekte weist das konsolidierte Finanzergebnis der Post AG einen Verlust von CHF 16.1 Mio. für das Geschäftsjahr 2013 aus. “Allerdings werden für die Folgejahre keine weiteren derart hohen Sondereffekte erwartet.“, betonte Güntensperger. So wird im Jahr 2014 wieder ein ausgeglichenes Resultat erwartet und 2015 soll die deutliche Rückkehr der Liechtensteinischen Post AG in die Gewinnzone gelingen.

Das Personal der Liechtensteinischen Post AG ist bei der staatlichen Pensionskasse angeschlossen, welche zur Zeit eine Deckungslücke von rund CHF 300 Mio. ausweist. Die Verantwortlichen der Pensionskasse haben entschieden, dass diese Deckungslücke ausfinanziert werden muss. Der Finanzierungsanteil der Liechtensteinischen Post AG beläuft sich auf CHF 14.1 Mio.

Geschäftsentwicklung

Das Briefvolumen ging im vergangenen Geschäftsjahr um 3.5 Prozent zurück, was auch stark auf die Internationalisierung des Geschäftes zurückzuführen ist. Bei den Paketen und den Kommissionieraufträgen in der LIElogistik konnten die Volumina erhöht werden, wohingegen bei der Philatelie in den deutschsprachigen Märkten ein weiterer Rückgang zu verzeichnen war. Die Erlöse aus den neuen Märkten konnten die Einbussen in den traditionellen philatelistischen Märkten nicht ganz kompensieren. 

Der Geschäftsbereich Postfinance ist nach wie vor ein wichtiges Standbein und trägt wesentlich zum operativen Ergebnis und Gewinn bei. Der Gewinn dieses Geschäftsbereichs ist, trotz des Wachstums bei den Kundengeldern, um 15 Prozent aufgrund der tiefen Zinsmargen zurückgegangen.

Kundenwünsche im Mittelpunkt

Die elektronischen Kommunikationsmittel beeinflussen heute sowohl die Geschäftswelt als auch das Privatleben. Um diesem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden, ist die Post gefordert, neue Lösungen zu entwickeln und die Balance zwischen physischer und elektronischer Post zu finden.

In Zukunft entscheidet der Kunde, welche Post er physisch und welche er elektronisch erhalten möchte. Dieser Entwicklung trägt die Post AG mit ihren Investitionen Rechnung.

Im vergangenen Jahr wurde die elektronische Zustellplattform für die Landesverwaltung entwickelt, die 2014 lanciert wird. Gleichzeitig hat die Post AG die klassische Angebotspalette der Post durch digitale Lösungen erweitert. Das Angebot von epostplus erlaubt es, selbst eingeschriebene Briefe sicher und zuverlässig elektronisch zuzustellen. Die personalisierte Briefmarke, die unter dem Namen „dieMarke.li“ verkauft wird, erlaubt es den Kunden, ihre individuelle, persönliche Briefmarke ortsungebunden elektronisch zu gestalten und in Auftrag zu geben. Darüber hinaus wurden die elektronischen Dienstleistungen im vergangen Jahr durch eScanning und die digitale Archivierung ergänzt.

Die Eröffnung der Post im Ruggeller Einkaufszentrum mit erweiterten Öffnungszeiten sowie die kürzlich eingegangene Postpartnerschaft mit dem Dorfladen in Schellenberg zeigen auf, dass sich die Post AG an den Kundenwünschen orientiert.

Herbert Rüdisser, Vorsitzender der Geschäftsleitung, informierte, dass die Liechtensteinische Post AG den Kunden kontinuierlich postalische, logistische und kommunikative Lösungen in erstklassiger Qualität anbietet. Laufend werden neue und innovative Dienstleistungen entwickelt, die der Bevölkerung einen echten Mehrwert bieten.

Investitionen in die Zukunft

Im Geschäftsjahr 2013 wurden insgesamt CHF 8.8  Mio. (Vj  CHF 1.3 Mio.) investiert. Die Gelder flossen vor allem in die Infrastruktur und in die technischen Anlagen sowie in Beteiligungs- und Nutzungsrechte der Tochtergesellschaften.
Diese Investitionen bilden das Fundament für die nachhaltige Entwicklung der liechtensteinischen Post AG. Rund CHF 7 Mio. wurden in die elektronischen Wachstumsmärkte investiert, die restlichen Investitionen umfassen Paketlogistik, Poststellen und Philatelie. „Alle diese Investitionen dienen der Effizienz und Produktivität“, erklärte Herbert Rüdisser, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Unternehmenskultur und Werte

Im Jahr 2013 wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Unternehmenskultur und in den Unternehmenswerten geschult. Die erfreulichen Entwicklungen in der Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit sind Zeugnis dieser tagtäglich gelebten Kultur und der Unternehmenswerte.

Dank der hohen Leistungsbereitschaft und dem Einsatzwillen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Post AG die anspruchsvollen qualitativen Zielvorgaben 2013 erreicht.

Ausblick 2014

Die Post AG ist und bleibt der bevorzugte Partner für die „letzte Meile“ der physischen und elektronischen Postzustellung. Um diese Marktposition zu behaupten, wird das Jahr 2014 von der Neukunden-Gewinnung für das postalische Kerngeschäft, der Forcierung elektronischer Kundenlösungen, der Umsetzung des Poststellenkonzeptes sowie der Umsetzung des neuen Postmarktgesetzes, welches voraussichtlich per 1. Januar 2015 in Kraft tritt, geprägt sein. 

Die Zusammenarbeit mit den anderen Mitbewerbern in der Zustellung und Distribution von Sendungen im Land Liechtenstein wird gefördert und ausgebaut. Für die Realisierung von zu-sätzlichen philatelistischen Produkten werden neueste Technologien eingesetzt, wie die soeben lancierte „Augmented Reality“-Technologie mit der Jubiläumsmarke von Josef Gabriel Rheinberger.

Die Liechtensteinische Post AG stellt sich auch in Zukunft dem Wettbewerb und sucht attraktive Partnerschaften und Kooperationen, um die Führungsrolle im postalischen, logistischen Kerngeschäft weiter auszubauen und die Post als Partner für die elektronische Kommunikation zu stärken.

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