Medienmitteilung zum Jahresergebnis 2014: Fokus auf Kernkompetenzen und strategische Positionierung

17. März 2015

Die Stärken der Liechtensteinischen Post AG, vor allem ihre hohe Dienstleistungs- und Servicequalität, trugen im herausfordernden Jahr 2014 wesentlich zum positiven Ergebnis von CHF 1.75 Millionen Franken im Kerngeschäft bei. Dennoch weist die Post im konsolidierten Gruppenergebnis einen Verlust von CHF 3.1 Millionen Franken aus, was mit aktuellen Entwicklungen im Geschäftsbereich eSolutions und der notwendigen Neupositionierung bei den immer stärker nachgefragten digitalen Dienstleistungen zusammenhängt.

Das Ergebnis der Liechtensteinischen Post AG in Liechtenstein ist sehr erfreulich ausgefallen und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Ergebnis 2013 durch die Rückstellung für die Deckungslücke der Pensionsversicherung ausserordentlich belastet war. Das von den 329 Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Post AG erarbeitete operative Ergebnis des Jahres 2014 liegt um 25% über dem Vorjahr. Es wird für die Liechtensteinische Post AG entscheidend sein, diese wirtschaftlich starke Position auch in Zeiten sinkender Postvolumen zu halten oder sogar noch auszubauen.

Grosse Herausforderungen

Die Liechtensteinische Post AG hat ein herausforderndes Jahr hinter sich, das hauptsächlich von zwei Ereignissen geprägt wurde. Zum einen stellte die Finanzierung der Deckungslücke der Pensionsversicherung die Liechtensteinische Post AG vor die Herausforderung, die notwendigen liquiden Mittel über einen Kredit zu besorgen. Zum anderen beeinflusste die Entwicklung der Tochtergesellschaften das Geschäftsjahr massgeblich. Für die Finanzierung der Deckungslücke wurde ein Kredit der Minderheitsaktionärin Schweizerische Post in Höhe von CHF 13.5 Mio. eingesetzt. Als Sicherheit für diesen Kredit ging das Land Liechtenstein eine Bürgschaft in derselben Höhe ein. Dadurch konnte die Deckungslücke bei der Pensionsversicherung geschlossen werden, die Rückzahlung des Kredites wird die Liechtensteinische Post AG aber noch einige Jahre belasten.

Verlust im konsolidierten Ergebnis

Das Gruppenergebnis weist im Gegensatz zum positiven Einzelergebnis der Liechtensteinischen Post AG einen Verlust von CHF 3.1 Mio. aus. Gegenüber dem Vorjahr konnte das konsolidierte Ergebnis nominell zwar massgeblich verbessert werden. Aber unter Berücksichtigung der 2013 gebildeten, ergebniswirksamen Rückstellung für die Deckungslücke der Pensionsversicherung verschlechterte sich das operative Ergebnis der Gruppe gegenüber dem Vorjahr. Da sich diese negative Entwicklung bereits nach dem zweiten Quartal abzeichnete, ergriffen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung Mitte 2014 Massnahmen, um das konsolidierte Ergebnis zu stabilisieren.

Ergriffene Massnahmen zeigen Wirkung

Als wichtigste Massnahme wurde die Integration der beiden Tochterfirmen in Deutschland und Österreich im Sommer 2014 gestoppt. Mit dem Stopp der Integration und der Neubesetzung der Führung in Österreich konnte im vierten Quartal 2014 eine Trendwende erreicht werden. Der klare Fokus auf die Heimmärkte und auf die bestehenden Kunden führte beide Firmen wieder auf den Wachstumspfad zurück. Die positiven Resultate zeigten sich Ende 2014, als beide Firmen die budgetierten Monatsresultate erreichten. Das Tochterunternehmen in Deutschland weist zudem seit November 2014, die Tochter in Österreich seit Januar 2015 wieder durchgehend positive Monatsergebnisse aus. Neben den Massnahmen bei den Tochterunternehmen wurde im Frühjahr 2014 bei der Liechtensteinischen Post AG das Projekt PostPRO gestartet, ein Kostenprogramm, welches zum Ziel hat, die Kosten nachhaltig zu senken. Erste Massnahmen wurden bereits umgesetzt. Dazu gehört unter anderem der Umzug der Administration ins Betriebszentrum. Weitere Massnahmen werden laufend geprüft und umgesetzt.

Hervorragende Qualität bei leicht rückgängigen Mengen

In der Kundenzufriedenheit konnte die Post auch 2014 wieder ein hervorragendes Resultat erreichen. Die Gesamtzufriedenheit der Kunden lag mit einem Wert von 85 von 100 Punkten auf dem Niveau des Vorjahres und stellt im internationalen Vergleich mit anderen Postgesellschaften einen Spitzenwert dar. Auch die Mengenentwicklung war zwar insgesamt leicht negativ, wies aber immer noch hohe Werte aus. So verarbeitete die Liechtensteinische Post AG im Jahr 2014 insgesamt 28.1 Millionen Briefe (Aufgabe und Zustellung), 1.2 Millionen Pakete (Aufgabe und Zustellung) und 9.8 Millionen Zeitungen (Liechtenstein und Werdenberg). Erfreulich entwickelte sich die Anzahl der verarbeiteten Pakete im Logistikcenter mit über 190‘000 Paketen.

Nachhaltige Sicherung der Eigenfinanzierung

Die Verantwortlichen der Liechtensteinischen Post AG werden alles daran setzen, die nachhaltige Eigenfinanzierung der Post zu sichern. Eine spezielle Herausforderung stellt dabei die Erhöhung des Eigenkapitals dar, welches sich derzeit nur auf einem notwendigen Minimum bewegt. Konsolidiert betrachtet ist das Eigenkapital zu tief, weshalb es in den kommenden Jahren wieder deutlich angehoben werden muss.

Fokus auf innovative Lösungen und Kernkompetenzen

Die Liechtensteinische Post AG wird die vorhandenen Chancen in der heutigen Kommunikationswelt nutzen, um weiterhin eine starke Position in der Region einzunehmen. Das Unternehmen fokussiert sich künftig noch stärker auf wirtschaftlich und strategisch interessante Dienstleistungen und Projekte. Dabei wird sich die Post zunehmend von einer Produkteanbieterin zu einer Lösungsanbieterin wandeln, die den Kunden klar definierte Prozesse abnimmt. Darin erkennt die Liechtensteinische Post AG ein grosses Potenzial für eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Den Herausforderungen aktiv begegnen

Wie alle Postgesellschaften in Europa steht auch die Liechtensteinische Post AG vor den Herausforderungen, welche das digitale Zeitalter mit sich bringt. Deshalb ist es für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens entscheidend, die Strategie an die strukturellen Veränderungen anzupassen und die Liechtensteinischen Post AG damit fit für die Zukunft zu machen. Der Verwaltungsrat und die seit Anfang Jahr neu zusammengesetzte Geschäftsleitung werden nach Abschluss der Überprüfung des eingeschlagenen Wegs im Bereich eSolutions die erforderlichen Entscheidungen zur strategischen Ausrichtung treffen und konsequent umsetzen, damit die Liechtensteinische Post AG auch als Gruppe wieder nachhaltig positive Ergebnisse erzielen wird.

 

Das Jahr 2014 der Liechtensteinischen Post AG in Zahlen:

Liechtensteinische Post AG

Konsolidiertes Gruppenergebnis

Umsatz (in CHF)

47.1 Mio.

54.4 Mio.

Ergebnis (in CHF)

1.7 Mio.

-3.1 Mio.

Mitarbeitende

329

466

FTE

216.2

305.4

Verarbeitete Briefe

28.4 Mio.

---

Verarbeitete Pakete

1.2 Mio.

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Zugestellte Zeitungen

9.8 Mio.

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Kundenfrequenzen Poststellen

755‘000

---

Kommissionierte Pakete

192‘162

---

 


 

Infobox - Liechtensteinische Post AG

Die Liechtensteinische Post AG übernahm im Jahr 2000 die Postgeschäfte im Fürstentum Liechtenstein. Sie gehört zu 75% dem Land Liechtenstein und zu 25% der Schweizerischen Post. Sie beschäftigt insgesamt 466 Mitarbeitende und setzte 2014 CHF 54.4 Mio. um. Sie ist neben dem klassischen Postgeschäft auch in den Bereichen Logistik und eBusiness tätig.

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