Briefmarken im Kleinformat

04. März 2016

In ihrer ersten Briefmarkenausgabe des Jahres 2016 wartet die Philatelie Liechtenstein mit einer Neuheit auf.

Heute erscheinen erstmals liechtensteinische Wertzeichen im Kleinformat 24.75 x 27.2 Millimeter auf 40-er Bogen. Die Briefmarken sollen insbesondere überall dort Anwendung finden, wo viele Postsendungen frankiert werden müssen. Als Motive für die Selbstklebemarken wurden in Liechtenstein vorkommende, freistehende Bäume ausgewählt: Eiche (Wertstufe CHF 0.85), Trauerweide (Wertstufe CHF 1.00), Walnussbaum (Wertstufe CHF 1.50), Zitterpappel (Wertstufe CHF 1.70) und Birke (Wertstufe CHF 2.00).

Zwei Gemeinschaftsausgaben

„Think Green“ lautet das diesjährige Motto der Europamarken, welche von den Mitgliedsstaaten der Organisation europäischer Postunternehmen (PostEurop) herausgegeben werden. Ein Wettbewerb unter allen teilnehmenden Postgesellschaften brachte die Marke „Von Grau zu Grün“ (Wertstufe CHF 1.50) der Zypriotin Doxia Sergidou als Siegerin hervor. Die Philatelie gibt zusätzlich eine landeseigene Europamarke zum selben Thema heraus. Dazu führte sie unter den Auszubildenden der Berufe Grafiker und Polygraf in Liechtenstein einen eigenen Wettbewerb durch. Mit ihrem Entwurf „Grünes Umdenken“ (Wertstufe CHF 1.50) konnte Aurora Corrado aus Balzers die Jury überzeugen.

Die diesjährige SEPAC-Marke zum Thema „Vier Jahreszeiten“ wurde von Hans Peter Gassner (Wertstufe CHF 1.50) grafisch umgesetzt. Sie teilt sich in gleich grosse Bereiche, die im Uhrzeigersinn angeordnet den Winter, Frühling, Sommer und Herbst darstellen. Eine Palette mit Farbfeldern symbolisiert dabei die jeweilige Jahreszeit. Die SEPAC ist ein Zusammenschluss von 14 kleinen Postgesellschaften Europas, die regelmässig Wertzeichen zu gemeinsamen Themen veröffentlichen.

Kunst und Fundstücke aus Liechtenstein

Fürstlicher Musikdirektor Alois Ritter (1910-1986) war Lehrer und widmete einen grossen Teil seines Lebens der Musik. Daneben beschäftigte er sich mit der Malerei. Er brachte sich verschiedenste Techniken selbst bei und erstellte Skizzen, Stillleben, Ölbilder und vieles mehr. Der Liechtensteiner malte gerne in der freien Natur, aber auch nach eigenen Entwürfen in seinem Atelier. „Ruggeller Riet 1951“ (Wertstufe CHF 1.00) ist ein Ölbild, das triesner Motiv „Im Bofel 1986“ (Wertstufe CHF 2.00) wurde als Aquarell gefertigt.

Die mehrteilige Briefmarkenserie über archäologische Fundstücke in Liechtenstein zeigt in dieser Ausgabe drei Gebrauchsgegenstände. Der Dolch (Wertstufe CHF 1.00) wurde in der Jungsteinzeit aus Silex, dem Stahl der Urgeschichte, hergestellt. Aus der Spätbronzezeit stammt das Rasiermesser (Wertstufe CHF 1.50) und das ebenfalls aus Bronze gefertigte Lappenbeil (Wertstufe CHF 2.00) ist ein Relikt aus der Hallstattzeit.

Die neuen Briefmarken sind in allen Poststellen und bei der Philatelie Liechtenstein erhältlich. www.philatelie.li 

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