Postfilialen finden
Logo

Liechtensteinische Post AG präsentiert auch im Corona-Jahr ein solides Geschäftsergebnis

Die Liechtensteinische Post AG setzte im Jahr 2020 den erfolgreichen Geschäftsverlauf der letzten Jahre fort und kann mit MCHF 2.47 ein sehr gutes operatives Ergebnis (EBIT) ausweisen. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde der digitale Wandel beschleunigt, sodass als Folge davon das Briefvolumen und die Zahlungsverkehrsmengen deutlich zurückgegangen sind. Nur durch das stark angestiegene Paketvolumen, die zunehmende Umsatzdiversifikation sowie stabile Kosten konnte in einem schwierigen Umfeld ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden.

Starke Veränderungen im Kerngeschäft und im Zahlungsverkehr

Im Briefgeschäft, welches weiterhin die Hauptsäule der Tätigkeiten der Liechtensteinische Post AG repräsentiert, reduzierten sich die verarbeiteten Sendungsmengen um 9.0% markant. Das liegt deutlich ausserhalb des gewohnten rückläufigen Trends der letzten Jahre. Lediglich dank gestiegener Transitsendungen aus dem internationalen Postgeschäft konnte ein noch höherer Rückgang abgewendet werden. Leider ist dies kein vorübergehender Effekt, sondern führt zu einer permanent tieferen Umsatzbasis mit weitreichenden Folgen für die Ergebnisentwicklung – sowohl für das aktuelle Berichtsjahr als auch für die nahe Zukunft.

Im Paketgeschäft nahmen die verarbeiteten Mengen ausserordentlich stark zu. Die Gesamtmengen erhöhten sich um +25.1%, was zu einer Umsatzsteigerung von MCHF +1.72 im Paketbereich führte. Kurzfristig übertraf damit das Paketumsatzwachstum den Briefumsatzrückgang, bei jedoch niedrigeren Deckungsbeiträgen des Pakets im Vergleich zum Brief. Da mittelfristig nicht von ähnlichen Wachstumsraten auszugehen ist, wird sich dieser Effekt nicht wiederholen.

Noch deutlicher ist der Wandel im Bereich des Zahlungsverkehrs. Die Schaltertransaktionen sind um 13.5% eingebrochen. Die steigenden Anforderungen zur Einhaltung der Sorgfaltspflichten und die hohen Fixkosten im Filialnetz führen somit zu einer Zunahme des Defizits in diesem Dienstleistungsbereich. Von einer Entlastung ist auch zukünftig nicht auszugehen.

Philatelie stark beeinflusst durch Vorjahreseffekt

Bedingt durch ein ausserordentlich starkes Vorjahr lagen die Erlöse des Geschäftsbereiches Philatelie im Jahr 2020 erwartungsgemäss deutlich tiefer. Der Umsatz reduzierte sich um 47.4% auf rund MCHF 3.25. Abgesehen vom Einmaleffekt der Jubiläumsmünzen sank der Umsatz zusätzlich durch den kontinuierlichen Sammlerrückgang und die drastisch tieferen Besuchszahlen ausländischer Gäste, welche Briefmarken gerne als Souvenir kaufen. Eine Stabilisierung des Umsatzes ist dringend notwendig, weshalb im abgelaufenen Jahr verschiedene Projekte gestartet wurden, um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken.

Logistikdienstleistungen behaupten sich in den turbulenten Zeiten

Als Teil der Umsatzdiversifizierung strebt die Liechtensteinische Post AG seit einigen Jahren den Ausbau der Logistikdienstleistungen an, welche zugleich das Kerngeschäft mit Zusatzvolumen im Paketbereich unterstützen. Dieser positive Trend hielt auch im vergangenen Jahr an, und der Umsatz konnte auf MCHF 4.93 leicht gesteigert werden. Mit einer Zunahme des Umsatzanteiles auf rund 12% innert weniger Jahre sowie dem angestrebten weiteren Wachstum wird dieser Dienstleistungsbereich zu einem wichtigen Standbein für die Zukunft.

Solides Ergebnis erlaubt die Zahlung einer Dividende

Das Ergebnis nach Steuern von MCHF 2.45 kann angesichts des Corona-Jahres als sehr solide bezeichnet werden. Dadurch können weitere wichtige Reserven aufgebaut werden, um auch in Zukunft Veränderungen mit Zuversicht begegnen zu können. Zudem ermöglicht das Resultat erstmals seit 2012 die Zahlung einer Dividende an die Eigentümer der Liechtensteinischen Post AG, das Land Liechtenstein und die Schweizerische Post, in Höhe von rund 50% des Ergebnisses – dies bei einer Eigenkapitalquote von 68.3% und einem positiven Geldfluss von MCHF 1.69.

Ausblick

In Zeiten starken Wandels ist die mittelfristige Geschäftsentwicklung schwer einzuschätzen. Die Notwendigkeit, den Umsatz weiter zu diversifizieren und steigenden Kosten entgegenzuwirken, bleibt. Weiterhin müssen die Strukturen überprüft und zugleich das Leistungsangebot ausgebaut werden. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass die Herausforderungen nicht ohne Anpassungen gemeistert werden können. Dies ist umso wichtiger, um auch zukünftig ein verlässlicher Partner für unsere Kunden, Mitarbeitenden und Eigner zu sein und als systemrelevantes Unternehmen die postalische Grundversorgung dauerhaft zu gewährleisten.

Zurück zum Anfang springen